Exkursionsbericht der Reise zu Gärten und Parks in Schleswig-Holstein und Dänemark vom 23.-31.07.2016


Wegen der Länge ist der Exkursionsbericht aufgeteilt: Tag 1-4 (diese Seite) - Tag 5-9

 

Samstag, 23.07. Großer Garten in Hannover-Herrenhausen

Die Reise begann mit einem Besuch des großen Gartens in Hannover Herrenhausen, der zu den bedeutendsten Barockgärten in Deutschland zählt. Beeindruckend sind das Parterre und die Wasserbecken mit der großen Fontäne gegen Ende der Hauptachse.

 

Sehenswert ist auch die Grotte, die im Innern von der Künstlerin Niki de Saint Phalle gestaltet worden ist. Zu den Klassikern des Gartens zählen das Labyrinth und das grüne Theater.

 

Sonntag, 24.07. Botanischer Schulgarten in Lübeck

Der Botanische Schulgarten der Stadt Lübeck wird heute von einem Verein unterhalten, nachdem die Stadt Lübeck ihn auflösen und an seiner Stelle Wohnungen bauen wollte. Der Garten wurde bereits 1913 von dem Architekten Harry Maasz angelegt und sollte Schulkinder durch eigene gärtnerische Arbeit mit dem Werden und Vergehen der Pflanzen vertraut machen. Angewandter Biologieunterricht war das Ziel, eine immer noch aktuelle Idee, der sich der Freundeskreis Botanischer Garten Aachen mit dem Lehr-Lern-Labor und den Gärten im Gelände an Gut Melaten auch heute verschrieben hat.

     

     

Sehenswert in Lübeck neben dem Markt und dem Holstentor sind auch die vielen kleinen Hinterhofgärten in der Innenstadt, die sich hinter Toreingängen und kleinen gässchenartigen Durchgängen öffnen und den Besucher mit Ruhe und Beschaulichkeit empfangen.

     

 

 

Montag, 25.07. Landesgartenschau in Eutin

     

Die Stadt Eutin richtet 2016 die schleswig-holsteinische Landesgartenschau aus. Sie findet am Eutiner See und rund um das Schloss Eutin mit dem historischen Park im englischen Gartenstil statt. Mit den Mitteln der Gartenschau sind der englische Garten und als zentraler Bestandteil dieses Parks der historische Küchengarten von Schloss Eutin wiederhergestellt worden. Daneben sind die üblichen Themengärten und saisonalen Pflanzungen zu sehen, was aber durchaus einen gediegenen und engagierten Eindruck macht.

     

 

 

Dienstag, 26.07. Schloss Gottorf und Wikingermuseum Haitabu in Schleswig

Der Gottorfer Barockgarten war zu seiner Zeit sehr berühmt. Zeitweise war Gottorf sogar der Sitz dänischer Könige. Der aufgelassene und teilweise überbaute bzw. zeitweise einer anderen Nutzung zugeführte, in mehreren Terrassen angelegte Garten ist nach umfangreichen Grabungen restauriert worden. Die Kaskadentreppen, Wasserbecken und Parterres sind wiederhergestellt worden ebenso wie der Herkulesteich mit der monumentalen Skulptur des antiken Helden in der Mitte der Wasserfläche.

     

     

Äußerst bemerkenswert für den Gottorfer Garten ist das Globushaus, das der Hofmathematiker Adam Olearius auf Veranlassung des wissenschaftsliebenden Herzogs Friedrichs III. von Schleswig-Holstein Gottorf errichten ließ. Im Innern ist ein begehbarer Globus aufgestellt, der außen die damals bekannte Welt kartographisch wiedergibt und im Innern den vollständigen Sternenhimmel. Der rekonstruierte, aus dem 17. Jahrhundert stammende Gottorfer Globus gilt als das erste Planetarium der Geschichte.

     

 

Unmittelbar in der Nähe am anderen Ufer der Schlei liegt der historische Handelsplatz der Wikinger Haithabu. Im heutigen Wikingermuseum ist ein im Haddebyer Moor ausgegrabenes 18 m langes Handelsschiff aus Eichenholz die Hauptattraktion. Im Freiland ist der Siedlungsort, wo einige Wikingerhäuser wiederaufgebaut worden sind, noch sehr gut durch den umgebenden Wall kenntlich. Am Ufer wurde eine Anlegestelle für Schiffe rekonstruiert.

     

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